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Ratgeber

Was wiegt ein E-Bike? Gewichte nach Bauart

Redaktion ebikedirect.euVeröffentlicht: Aktualisiert: 7 Min. Lesezeit
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Wer ein E-Bike kauft, fragt früh: Was wiegt ein E-Bike eigentlich, und ist das viel? Die Antwort hängt von Bauart, Motor und Akku ab. Ein sportliches Gravel-E-Bike wiegt kaum mehr als ein gutes Rennrad, ein Lastenrad kann dagegen über 50 Kilogramm auf die Waage bringen. Dieser Ratgeber zeigt typische Gewichte nach Bauart, erklärt, wovon sie abhängen, und beantwortet nebenbei die häufigsten Grundfragen: Wie schnell fährt ein E-Bike, wie funktioniert es und wie lange hält es? Alle Modelle finden Sie in der Kategorie E-Bikes.

Hinweis: Die Gewichte in diesem Beitrag stammen aus den Datenblättern der Räder in unserem Sortiment, bei denen der Hersteller ein Gewicht angibt. Das sind rund 430 Modelle. Herstellerangaben gelten meist für eine bestimmte Rahmengröße und Ausstattung und können in der Praxis um ein bis zwei Kilogramm abweichen.

Was wiegt ein E-Bike? Die Übersicht nach Bauart

Die folgende Tabelle zeigt Spannweite und mittleren Wert (Median) der angegebenen Gewichte inklusive Akku:

BauartLeichtestes ModellMedianSchwerstes Modell
E-Gravel und Renn11,1 kg14,5 kg17,1 kg
E-Kinder und Jugend16,9 kg17,6 kg18,2 kg
Falt-E-Bike16,0 kg25,0 kg27,3 kg
E-Mountainbike17,3 kg25,3 kg35,2 kg
E-City15,0 kg28,2 kg34,5 kg
E-Trekking17,0 kg28,3 kg35,0 kg
Speed-Pedelec (45 km/h)28,1 kg29,0 kg35,4 kg
Lastenrad18,6 kg47,0 kg65,0 kg

Als Faustregel wiegt ein normales E-Bike für Alltag und Touren zwischen 25 und 30 Kilogramm. Ein E-Bike ist damit etwa doppelt so schwer wie ein vergleichbares Fahrrad ohne Motor. Wer ein besonders leichtes Rad sucht, findet Tipps im Beitrag Leichtes E-Bike.

Was ist ein E-Bike? Pedelec, S-Pedelec und Co.

Im Alltag sagt man E-Bike und meint fast immer ein Pedelec: ein Fahrrad, dessen Motor nur hilft, wenn Sie treten, bis 25 km/h und mit höchstens 250 Watt Nenndauerleistung. Ein solches Rad gilt rechtlich als Fahrrad, Sie brauchen weder Führerschein noch Kennzeichen. Daneben gibt es das S-Pedelec mit Unterstützung bis 45 km/h und Räder mit Gasgriff, die über die Schiebehilfe hinaus ohne Treten fahren. Sie gelten als Kleinkraftrad oder Mofa und haben eigene Vorschriften. Grundlagen erklärt Wikipedia zum Pedelec.

Wie viel wiegt ein E-Bike: Die Bauteile im Einzelnen

Das Gewicht setzt sich aus mehreren Teilen zusammen. Je nach Rad macht der Antrieb den größten Unterschied:

  • Motor: Ein Mittelmotor wiegt in der Regel einige Kilogramm. Leichte Systeme wie TQ oder Fazua sparen Gewicht, kräftige Mittelmotoren wiegen mehr.
  • Akku: Er ist das schwerste Einzelteil. Mehr Kapazität bedeutet mehr Gewicht. Ein Akku mit 800 Wh wiegt deutlich mehr als einer mit 400 Wh.
  • Rahmen: Carbon ist leichter als Aluminium und Stahl, kostet aber mehr. Beispiel: Der Carbonrahmen des Trek Checkpoint+ SL 5 trägt zu rund 14 kg laut Datenblatt bei.
  • Ausstattung: Gepäckträger, Schutzbleche, Licht und Federgabel erhöhen das Gewicht.
  • Reifen und Räder: Breite Reifen mit Pannenschutz sind schwerer als schmale Rennreifen.

Leichte E-Bikes: Gravel, Rennrad und Sport

Am unteren Ende der Skala stehen Räder mit kleinem Akku und leichtem Motor. Das Scott Fastlane 20 zeigt laut Datenblatt 11,1 kg mit einem TQ Motor und 290-Wh-Akku. Das Cube Nuroad Hybrid C:62 SLT 400X wiegt laut Angabe 13,1 kg. Solche Räder haben weniger Unterstützung und kleinere Akkus, dafür fühlen sie sich fast wie ein normales Rad an und lassen sich leicht tragen. Mehr dazu im Beitrag Gravel E-Bike.

E-Mountainbike, Trekking und City: Der Normalfall

Die meisten Räder liegen zwischen 25 und 30 Kilogramm. Das Cube Reaction Hybrid ONE 800 wiegt laut Datenblatt 25,9 kg, das Cube Stereo Hybrid ONE44 Pro 800 26,6 kg. Trekkingräder mit Gepäckträger und Schutzblechen liegen oft etwas höher, etwa das Kalkhoff Entice 7 Advance+ mit 34 kg und 800-Wh-Akku. Für den Alltag im Stadtverkehr stören 28 kg kaum, solange das Rad nicht regelmäßig in den Keller getragen werden muss.

Lastenrad und Speed-Pedelec: Schwergewichte

Lastenräder sind die schwersten E-Bikes. Das Urban Arrow Family Classic Essential 75 wiegt laut Datenblatt 51 kg, das Gazelle Cabby C380 etwa 32 kg. Hinzu kommt die Zuladung. Planen Sie also Platz, Rampen und eine stabile Abstellmöglichkeit ein, mehr dazu im Beitrag Lastenrad für den Hund.

Speed-Pedelecs mit Unterstützung bis 45 km/h wiegen meist 28 bis 35 Kilogramm. Sie sind größer ausgelegt und haben kräftigere Bremsen. Mehr zu den rechtlichen Anforderungen lesen Sie im Beitrag S-Pedelec: Führerschein, Kennzeichen und Kosten.

Wie funktioniert ein E-Bike?

Ein E-Bike unterstützt Ihre Tretkraft mit einem Elektromotor. Ein Sensor misst, wie stark Sie treten, und die Steuerung gibt je nach gewählter Stufe zusätzliche Kraft dazu. Der Akku liefert die Energie, ein Display zeigt Geschwindigkeit, Stufe und Akkustand. Hören Sie auf zu treten, schaltet sich die Hilfe ab. Eine Anfahr- oder Schiebehilfe kann bis etwa 6 km/h auch ohne Treten helfen. Ausführlich erklärt den Antrieb der Beitrag E-Bike Electric Motor, die Grundlagen finden Sie bei Wikipedia zum Elektrofahrrad.

Wie schnell fährt ein E-Bike?

Ein Pedelec unterstützt bis 25 km/h. Danach schaltet der Motor ab, Sie können aber durch eigene Kraft schneller fahren, etwa bergab. Speed-Pedelecs unterstützen bis 45 km/h und gelten als Kleinkrafträder: Sie brauchen Versicherungskennzeichen, Führerschein der Klasse AM und einen Helm. Schneller als diese Grenzen sollte kein Rad ohne Zulassung unterstützen. Informationen bietet der ADAC.

Wie lange hält ein E-Bike?

Ein E-Bike kann bei guter Pflege viele Jahre halten. Verschleißteile wie Reifen, Bremsbeläge, Kette und Ritzel müssen wie bei jedem Rad ersetzt werden, bei einem E-Bike etwas früher, weil Gewicht und Kraft höher sind. Der Akku verliert mit der Zeit an Kapazität. Hersteller geben die Lebensdauer meist in Ladezyklen an, die genaue Zahl steht in Datenblatt und Garantiebedingungen. Eine pauschale Jahreszahl können wir nicht seriös nennen. Tipps zur Schonung finden Sie im Beitrag E-Bike Akku im Winter und Bosch Charger E-Bike.

Gewicht und Fahrverhalten

Mehr Gewicht muss nicht schlechter fahren. Ein tiefer Schwerpunkt durch Mittelmotor und Akku im Rahmen macht ein 28-kg-Rad oft stabiler als ein leichtes Rad mit Heckmotor. Spürbar wird das Gewicht beim Anschieben, beim Rangieren und im Ausrollen ohne Unterstützung. Bremsen und Reifen sind bei E-Bikes deshalb meist kräftiger ausgelegt. Prüfen Sie bei schweren Rädern besonders die Bremsen und den Reifendruck, und üben Sie das Anhalten und Absteigen, bevor Sie in dichtem Verkehr fahren.

Gewicht im Alltag: Tragen, Transportieren, Parken

Wer sein Rad oft trägt, in die Wohnung nimmt oder aufs Auto hebt, spürt jedes Kilogramm. Ein Falt-E-Bike mit 16 bis 25 kg lässt sich noch in den Kofferraum heben. Schwerere Räder gehören auf einen Träger mit ausreichender Tragkraft, siehe Fahrradträger für E-Bikes. Für Keller und Wohnung helfen Wandhalterungen mit passender Tragkraft, mehr im Beitrag E-Bike Wandhalterung. Eine Rampe vor der Haustür erspart Heben und Tragen. Wer den Akku herausnehmen kann, reduziert das Gewicht beim Tragen um mehrere Kilogramm.

Häufige Fragen (FAQ)

Wieviel wiegt ein E-Bike im Durchschnitt?

Die Mehrzahl der Räder in unserem Sortiment wiegt zwischen 25 und 30 Kilogramm. Leichte Gravelräder liegen bei 11 bis 17 kg, Lastenräder im Median bei 47 kg. Das genaue Gewicht steht im Datenblatt des jeweiligen Modells.

Was wiegt ein eBike mit großem Akku?

Ein eBike mit 800-Wh-Akku wiegt typischerweise zwischen 26 und 35 Kilogramm, je nach Rahmen und Ausstattung. Beispiele: Cube Reaction Hybrid ONE 800 mit 25,9 kg, Kalkhoff Entice 7 Advance+ mit 34 kg. Ein größerer Akku erhöht das Gewicht um einige Kilogramm gegenüber 400 Wh.

Was ist ein Hybrid E-Bike?

Der Begriff Hybrid E-Bike wird uneinheitlich verwendet. Gemeint ist meist ein Rad, das Eigenschaften mehrerer Bauarten verbindet, etwa Trekking und Mountainbike, oder ein Rad mit Pedal- und Motorantrieb. Bei Cube heißen viele E-Bikes schlicht Hybrid, zum Beispiel die Serien Reaction Hybrid und Stereo Hybrid. Alle diese Räder sind Pedelecs mit Motorunterstützung bis 25 km/h.

Wie schnell ist ein E-Bike maximal?

Ein Pedelec unterstützt bis 25 km/h, ein Speed-Pedelec bis 45 km/h. Bergab oder mit viel Muskelkraft können Sie schneller fahren, der Motor hilft dann aber nicht mehr.

Wie lange hält ein eBike Akku?

Die Lebensdauer hängt von Ladezyklen, Temperatur und Pflege ab. Die meisten Hersteller geben mehrere hundert Ladezyklen an. Wer den Akku nicht ständig leert, kühl und trocken lagert und nur mit Originalladegerät lädt, verlängert die Haltbarkeit.

Fazit

Ein E-Bike wiegt je nach Bauart zwischen 11 und über 60 Kilogramm, im Alltag meist 25 bis 30. Wer viel trägt, wählt ein leichtes Gravel- oder Faltrad, wer Gelände oder Lasten fährt, akzeptiert mehr Gewicht für mehr Leistung. Vergleichen Sie Datenblätter, prüfen Sie Zuladung und Transportmöglichkeiten und fahren Sie Probe. Entdecken Sie jetzt alle Modelle in der Kategorie E-Bikes.